Mit Wolfgang Reinsch an der Spitze in den Kommunalwahlkampf

Bereits am 15. September traf sich die SPD Erbenheim, um durch die Mitglieder des Ortsvereins die Kandidatinnen und Kandidaten für den künftigen Ortsbeirat zu bestimmen. Insgesamt 21 Personen nahmen an der Versammlung im Erbenheimer Bürgerhaus teil, 19 stimmberechtigte Mitglieder und 2 Gäste. Mit dem Antrag auf Nutzung des großen Saals im Bürgerhaus war auch ein Hygienekonzept eingereicht worden um die Veranstaltung so pandemiesicher wie möglich zu machen. Es gelte, so die Vorsitzende Inge Groebel, die Anforderungen der Pandemiebekämpfung und die der innerparteilichen Demokratie miteinander in Einklang zu bringen. Nicht zuletzt deshalb, so die Sozialdemokratin weiter, hatten das Hygienekonzept und dessen Umsetzung sowie die Kommunikation im Vorfeld der Veranstaltung große Bedeutung: „Kein Mitglied, das über die Liste mitbestimmen wollte, sollte der Veranstaltung aus Angst vor Ansteckung fernbleiben müssen.“ Umgekehrt bat sie darum, bei etwaigen Krankheitssymptomen besser zuhause zu bleiben. Solchermaßen gut gewappnet, konnte sich die Versammlung der Aufstellung der Liste widmen.

 

Im Vorfeld war ein Dreiergremium mit der Erstellung eines Vorschlags beauftragt worden, bestehend aus Wolfgang Reinsch, Jürgen Becker und Inge Groebel. Um auf der Vorschlagsliste berücksichtigt zu werden, waren bereits im Juni an der Mitarbeit im Ortsbeirat Interessierte aufgefordert worden, einen kurzen Bewerbungsbogen auszufüllen. Dieser beinhaltete Fragen zur eigenen Vita, zur politischen Erfahrung sowie zu Themenfeldern, für die man sich im Stadtteil besonders einsetzen möchte. Auch sollte man angeben, welche Platzierung man anstrebt: Spitzenplatz, vorderes Drittel, Mittelfeld oder hinterer Bereich. Bis Mitte August lagen insgesamt 14 Bewerbungen vor, darunter auch zwei Parteilose. Der künftige Ortsbeirat wird – aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahl – 15 statt wie bisher 11 Sitze umfassen. Da zudem mit Jürgen Becker und Norbert Bechtold zwei Mitglieder der aktuellen SPD-Ortsbeiratsfraktion nicht mehr zur Verfügung stehen, freute sich das Dreiergremium über das rege Interesse an einem Ortsbeiratsmandat. Aus allen eingegangenen Interessenbekundungen wurde ein Gesamtvorschlag erarbeitet, mit Reihung der einzelnen Bewerberinnen und Bewerber. Diesen stellte die Vorsitzende zu Beginn vor und erläuterte die Kriterien, nach denen man vorgegangen war.

 

Erklärtes Ziel des Dreiergremiums war es, den Erbenheimer Bürgerinnen und Bürger eine ausgewogene Liste zu präsentieren:

Erfahrene Ortsbeiräte und frische Gesichter, Frauen und Männer, Alt-Erbenheim und Hochfeld – all diese Aspekte sollte Berücksichtigung finden, sowie – soweit möglich – die Wunschplatzierung.Es erfolgte keine Abstimmung über den Vorschlag des Dreiergremiums als Ganzes. Um den Bewerberinnen und Bewerbern sowie der Versammlung die Möglichkeit zu geben, einzelne Positionen zu verändern, wurde über jeden Listenplatz einzeln abgestimmt, in geheimer Wahl. Dafür bestimmte die Versammlung eine Zählkommission, bestehend aus Haydar Akca, Ernst Schauß und August Quint. Um gewählt zu werden, war jeweils die einfache Stimmenmehrheit erforderlich. Im Endergebnis bestätigte die Versammlung den Vorschlag des Dreiergremiums: Auf Platz 1 wurde Ortsvorsteher Reinsch gewählt (einstimmig, ohne Gegenstimmen, ohne Enthaltung), gefolgt von Mona Gürtler (Platz 2), die bereits in der aktuellen Wahlperiode als Parteilose der SPD-Ortsbeiratsfraktion angehört und die seit 2018 als Stadtteil-Integrationsbeauftragte fungiert.Auf Platz 3 folgt Denis Knorr, ein junges Parteimitglied mit Erfahrung in der Fussball-Verbandsarbeit.

Auf Platz 4 steht Michaela Glück, seit 2 Jahren im Ortsverein Erbenheim aktiv, die ihr kommunalpolitisches Engagement auf Ortsbeirat und Stadtverordnetenversammlung ausdehnen möchte. Platz 5 hat Wilfried Koch, Vorsitzender der IG Erbenheimer Vereine, inne, gefolgt von Torsten Faller (Platz 6), Detlev Maurer (Platz 7) und Marius Koch (Platz 8). Auf Platz 9 wählten die Anwesenden die parteilose Ulrike Schumacher, auf Platz 10 Karl-Heinz Reinhold, der nach 10-jähriger erfolgreicher Arbeit als Fraktionssprecher jüngeren Bewerberinnen und Bewerbern den Vortritt lassen wollte. Den Abschluss der Liste bilden Alexander Kretzschmar (Platz11), Dietmar Lipfert (Platz 12), Horst Müller (Platz 13) und Andreas Lendle (Platz 14). „Damit haben wir als erste Partei in Erbenheim unsere Liste beisammen und freuen uns, mit dieser Mannschaft in den Kommunalwahlkampf zu gehen, wie immer dieser unter Corona-Bedingungen aussehen mag“, so Inge Groebel. Die kommenden Wochen und Monate werde man nutzen, um die einzelnen Bewerberinnen und Bewerber weiter bekannt zu machen und ein Wahlprogramm zu erstellen. Für den Programmprozess freue sie sich auf Hinweise und Tipps aus der Bevölkerung, denn leider konnte das im Februar begonnene Format des „Kommunalpolitischen Tisches“ nur ein einziges Mal durchgeführt werde, danach war dies wegen des „Lockdowns“ und geltender Kontaktbeschränkungen nicht mehr möglich. Ein Angebot zur Mitarbeit an alle, die Vorschläge zur Verbesserung des Stadtteils haben, wird rechtzeitig bekannt begeben, so die Ankündigung der Vorsitzenden. Ihr ist außerdem klar, dass über die Option des Kumulierens und Panaschierens die Reihung der Kandidatinnen und Kandidaten unter Umständen nochmal durcheinandergewirbelt werden wird – die im Ort bekannten Personen können ggf. auf mehr Stimmen hoffen als neue Gesichter. „Auf jeden Fall freuen wir uns auf die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern Erbenheims sowie auf ein gutes Wahlergebnis. Aufgrund der guten Arbeit von Ortsvorsteher Reinsch, Fraktionssprecher Reinhold und den weiteren Mitgliedern der Ortsbeiratsfraktion sowie der jetzt verabschiedeten Liste, mit der wir quantitativ und qualitativ für die kommende Wahlperiode gut gerüstet sind , habe ich hier jedoch wenig Sorge“, gibt sich Inge Groebel selbstbewusst.